Traurig sein ist keine Option.

Ganz einfach weil traurig sein zwar manchmal extrem gut tut. Manchmal ist es einfach nur wahnsinnig befreiend, schnell nach Hause zu kommen, die Tür zu schließen und dann richtig loszuheulen. Manchmal frage ich mich, ob das peinlich ist. Aber ist eigentlich quatsch. Ist ja immerhin ganz natürlich und so. Weinen ist „ein unspezifischer emotionaler Ausdruck“ (laut Wiki). Unspezifisch emotional- heißt also auf gut deutsch- wir heulen einfach immer wann es uns passt. Und ist das nicht einfach irgendwie schön, dass man seine Emotionen zeigen kann, unabhängig davon, was für eine Emotion das gerade ist? Ich sehe das ja selber an mir: ich bin froh, ich muss weinen, ich habe eine Klausur verkackt, ich muss weinen, ich habe keinen Grund, ich muss weinen, ein geliebter Mensch geht von mir, ich weine. Ich weiß nicht wo ich hin will- ich weine.

Und es ist gut, seine Emotionen zu zeigen. Warum auch nicht. Ist das wirklich ein Zeichen von Schwäche? Oder zeigt man nicht eher gerade seine Stärken, weil man sich irgendwie nichts draus macht, wenn andere eben das verlaufende Make up sehen? Irgendwie ist mir das egal. Irgendwie bin ich stolz auf mich. Auch wenn ich das Gefühl habe, dass ich mit meiner Art, offen mit meinen Emotionen umzugehen vielerorts auf Unverständnis stoße. Aber das ist doch genau das Ding- man muss sich auch in solchen Situationen treu bleiben.
Sich selbst treu bleiben. Das ist aktuell sowieso ein großes Thema bei mir. Ich dachte eigentlich immer lange, dass ich irgendwie so auf dem richtigen Weg gehe- aber jetzt habe ich das Gefühl, dass ich doch wieder auf anderen Pfaden wandern. Es ist auch so schwer, seinen richtigen Weg zu finden, wenn alle um einen herum auf einen einreden und man eigentlich nur versucht herauszufinden, wer man ist und was man will. Und ja, das hört nie nie nie auf, auch nicht wenn man Ende 20 ist so wie ich. Man lernt höchstens, besser bzw. gelassener damit umzugehen ;).

Ich habe das Gefühl, dass ich irgendwie alles machen könnte oder wollte. Wenn ich zurückschaue dann bin ich stolz auf meine Entwicklung und stolz auf die Dinge, die ich teilweise erreicht habe, auch wenn es teilweise nur kleine Dinge sind. Aber das ist egal- denn es ist mein Leben und es geht um mich. Irgendwie wäre es schön, jetzt das durchzuziehen, von dem ich immer dachte dass ich es will. Aber auf der anderen Seite denke ich mir auch oft „Hilfe Mädel du bist alt, komm mal zu Potte“. Antwort bekommt man auf solche Dinge natürlich von vielen- am besten nen Job suchen, „zu Potte kommen“, blablablaaaaaa. Oder eben das Jurastudium durchziehen, „du packst das schon“, hmh na klar, die Durchfallquote liegt im Staatsexamen ja auch nicht bei 40%, höhö und mit lernen tu ich mich ja so leicht. Hach.

So viele Dinge in den letzten 12 Monaten sind geschehen und haben mich geprägt und sind irgendwie mit Schuld an meiner Situation. Ich glaube, ich war noch nie so gefestigt und verloren zur gleichen Zeit.
Ich weiß, dass es an der Zeit ist, zu wissen, welchen Weg ich gehen will. Aber ich kann diese Entscheidung nicht jetzt treffen, nicht heute Abend, nicht morgen und schon gar nicht am Sonntag. Montag ist doch ein toller Tag um Dinge zu beginnen. Wochen, Diäten, den richtigen Lebensweg.

Deswegen, sollte hier irgendjemand das mitlesen (was laut meiner Statistik 1 Person ist, die in regelmäßigen Abständen immer mal hier rein guckt. DANKE an dieser Stelle! 🙂 )-    Krisen sind normal, sie gehören dazu und am  Ende blickt man wahrscheinlich immer irgendwie lachend zurück-
wenn auch vllt weinend.

 

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