Was es heißt, Verantwortung zu übernehmen

Uuuh, das klingt jetzt nach ziemlich trockenem Stoff. Ist es aber gar nicht. Ich möchte euch heute nur ganz kurz mitteilen, was mich bewegt hat und dann genieße ich weiter meine Brownie-Schokolade und trinke dazu meinen Kaffee. Jup, ich trinke an einem Samstagabend lieber Kaffee als Wein. Zumindest mal heute 🙂

Ich habe aktuell eine anstrengende Arbeitsphase. Überall ist viel zu tun und ich will mich nicht beschweren, denn es ist wundervoll, mich jeden Tag geistig zu fordern und ich bin auch sehr dankbar, dass ich das machen darf. Ich komme abends spät heim, habe 12h + gearbeitet und bin einfach nur zufrieden. Und ja, tausende Menschen arbeiten noch mehr und ich will nicht Jammer, wie gesagt- ich mag es. Denn es bringt mich jeden Tag meinem Ziel näher.

Aber ich merke: je zufriedener ich bin, desto mehr fällt mir der Unmut anderer Menschen in meinem Umfeld auf. Ich merke, dass je zufriedener und ausgeglichener ich werde, desto lächerlicher erscheinen mir die Probleme anderer Menschen. Ich merke, wie es mich nervt, dass ich zum 5637. Mal gefragt werde, ob man „zu fett sei“, mich nervt die 34. Datestory meiner Freundin, die genau wie die davor klingt und lächerlich ist (Stichwort „Er ist mein Traummann“), mich nervt dass Menschen rumheulen aber nichts machen. Ich bekomme zu hören „Wow, du machst so viel aus deinem Tag“. Ja, verdammt! Wir haben nur dieses Leben (vermutlich)!! Warum nicht nutzen?

Ich bin der Meinung, dass ein Mensch in dem Moment Verantwortung für sich und sein Leben übernimmt, wenn er anfängt, Herausforderungen anzunehmen und ihnen aktiv begegnet. Aber die meisten Menschen machen das nicht. Leider. Sie sitzen rum, heulen rum und verstehen nicht, dass sie aktiv werden müssen, wenn sie etwas ändern wollen.
Frei nach dem Motto: Immer sind die anderen Schuld.

Leute ehrlich mal:
Ihr fühl euch unwohl in eurem Körper? Die Gesellschaft ist eben scheiße, ja. Aber gegen Fettpolster, die einen stören, kann man was machen. Ich mache übrigens ist neustem Fitness und habe dort schon ganz liebe Mädels kennengelernt. Ich trainiere übrigens ausschließlich im Frauenbereich, haha.
Ihr mögt euren Job nicht? Man muss ja nicht gleich komplett alles neu machen. Aber vllt gibt es eine besseren Job für euch, auf den ihr euch bewerben könntet? Probiert es einfach aus! Klar ist Bewerbungen schreiben nervig und kostet leider auch etwas (Fotos machen lassen etc). Aber wenn man es nie probiert, weiß man doch nie, was hätte sein können und man wird es evt ewig bereuen, nie die Chance genutzt zu haben…und das wäre doch doof.
Ihr seid generell mit eurer Gesamtsituation unzufrieden? Überlegt, woran es liegt. Schreibt es auf, was euch stört. Und dann überlegt, wie ihr es ändern könnt.

Ich persönlich verrate euch an dieser Stelle mal was. Ich bin chronisch sehr krank und dieser Faden zieht sich leider durch meine ganze Familie. Wir leiden also alle auf unsere Art und immer irgendwie zusammen:)
Meine Krankheit schränkt mich manchmal sehr ein und ja verdammt- das kotzt so derbe an. Schmerzen, Einschränkungen uuund so weiter.
ABER: man muss dennoch dankbar sein. Meine Eltern haben mir beigebracht, dass das Leben immer das ist, was man draus macht. Ja, das hört sich erst mal total krass an. Denn es gibt Menschen, die sitzen im Rollstuhl, können nicht selbstständig atmen, etc etc. Mir sind auf meiner Reise bisher viele solcher Menschen begegnet. Aber wisst ihr was? Die waren alle irgendwie so cool drauf, das war Wahnsinn. Mein Papa sagte mir mal (nachdem er einen schweren Schlaganfall hatte):

„Das Leben besteht darin, wie du verschiedenen Situationen begegnest. Auch in schlimmen Dingen kann man was positives sehen. Denn die machen dich stärker, dankbarer und lassen dich gute Zeiten mehr genießen. Und dann übernimmst du Verantwortung für dich. “

 

In diesem Sinne, macht es gut ihr Süßen!

xx,

C

 

PS: Bitte keine Fragen zu meiner Krankheit. Ich wollte an der Stelle nur zeigen, dass ich „nicht leicht reden“ habe, sondern genau weiß, wie man sich fühlen kann…:)

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Warum „Du machst mich glücklich“ Bullshit ist.

So meine Lieben, ich war kurz abstinent, denn mein Alltag ist gerade sehr gefüllt mit einem schönen Allerlei an Arbeit und da liegen aktuell die Prioritäten ein wenig anders. Aber hier bin ich, mit einem Gedanken den ich heute hatte und den ich gerne mal mit euch teilen möchte.
In meinem Umfeld sind gerade ein paar Menschen ziemlich verliebt. Das ist wunderschön, ich freue mich (ehrlich!) und manchmal wird mir auch ein wenig schlecht.
Was mir aber absolut nicht reingeht: warum sagen Menschen immer sowas wie „Du machst mich glücklich“ oder „Du machst mich komplett“ oder „Du bist meine bessere Hälfte“ usw…ja, die Liste könnte ich noch ein wenig fortführen, aber ich denke, ihr versteht meine Assoziationskette.
Ich habe selber eine zeitlang gebraucht, um alleine glücklich zu werden. Und je länger ich alleine bin, desto weniger verstehe ich diese hirnrissigen o.g. Auswüchse des menschlichen Hirns.
Warum braucht man eine andere Person, um glücklich zu sein? Ist es, weil uns das unser Umfeld vermittelt? Weil wir Angst davor haben, alleine zu sein? Weil man sich nichts alleine aufbauen kann? Gerade bei Frauen habe ich ehrlich gesagt immer noch ganz oft das Gefühl, dass sie nicht allein sein können/ wollen.
Beispiel: Ganz oft kommt bei mir das Thema auf, dass ich ja schon Ende 20 sei und so langsam mal „zu Potte kommen“ sollte. Die Uhr tickt. Man wird nicht jünger. Babys mit 40 kriegen ist gefährlich. Uhlala.
Und ich muss ehrlich gestehen: ich bin dann immer ein wenig beleidigt. Nicht, weil man mein Single-Dasein offensichtlich missbilligt. Sondern weil ich hart daran arbeite, mir ein Leben aufzubauen, in welchem ich eigene finanzielle Stabilität habe, meine Ziele verwirkliche und 1000 Ideen habe, die ich dann umsetzen möchte. Ich habe Pläne, Ziele und Träume und jeden morgen wache ich auf und freue mich darauf, daran zu arbeiten, dass diese wieder ein Stück näher kommen. Das ist mein Leben und es erfüllt mich sehr.
Aber ich bekomme oft vermittelt, dass diese Art, glücklich zu sein und meine Art zu leben, nicht genug ist. Aber warum? Ja, ich bin 28 und ja, ich habe keinen Mann in Aussicht, der mich begattet und mein Leben finanziert. Und das finde ich ziemlich super, wenn ich ehrlich bin. Denn wenn ich iiiirgendwann mal jemanden kennenlernen SOLLTE, der es in den C.-Recall schafft, dann hat er nicht nur extrem starke Nerven, sondern bereichert mich auch. Denn das ergibt für mich einfach mehr Sinn:
eine Partnerschaft, in der man sich unterstützt, bereichert und gegenseitig motiviert, auch glücklich ist, wenn der andere mal sein eigenes Ding durchzieht und seine Stimmung nicht davon abgängig macht, ob Spatzihasi jetzt einen Smiley in seiner Whatsapp-Nachricht geschickt hat oder nicht.
Partnerschaften sind wunderbar und natürlich wäre ich irgendwann gerne mal wieder mit jemandem zusammen, alleine schon weil es doch schön ist, zusammen hässlich zu sein an einem Sonntag. Aber ich finde es auch vollkommen ok, mit evt. 40 Kinder zu kriegen (in meiner Familie sind übrigens alle sehr spät dran mit den Kindern, heißt ich hab wahrscheinlich eh die super Gene dazu 😀 ) und bis dahin eben einfach glücklich zu sein und weiter meinen Plan voranzutreiben.
Wenn ihr einen Partner habt, der hinter euch steht, konstruktive Kritik übt und euch antreibt-herzlichen Glückwunsch (ehrlich!). Das ist toll und etwas, dass man pflegen sollte. Leider ist sowas eher nicht die Gewohnheit, denke ich-leider!

Deswegen meine abendliche Botschaft an alle Singles: sucht niemanden, der euch komplett macht, macht euch selber komplett. Baut euch ein Leben auf, das euch glücklich macht.

Und wartet lieber auf die Kirsche auf der Torte! 🙂

xx, C.

Freitagabend als Single oder: Sex and the city gucken, wann man will

Ihr süßen Menschen da draussen,

es ist Freitagabend! Also fast. Ich gehe auch gleich in den Feierabend, auch wenn ich heute eher unproduktiv war und mir daher vorgenommen habe, morgen gaaaanz zeitig aufzustehen, um meine Produktivität nachzuholen…ehm ja. Wird sicher klappen. Wir kennen es ja alle.
Freitagabend als Single- da habe ich gleich ein paar tolle Gedanken. Ich muss nämlich zugeben, dass es mir am Anfang unfassbar schwer fiel, alleine zu sein, denn dieser Tag ist für die meisten ja „Pärchen-Zeit“, die meisten der vergebenen Freunde haben keine Zeit, weil sie ihre verpasste Zeit der Woche nachholen müssen. Was macht man dann so, wenn man niemanden hat, keiner feiern/ was trinken gehen will, Tinder keine tollen Optionen anzeigt und man selber irgendwie Hummeln im Hintern hat, aber eben leider keine Möglichkeiten?

Plan A: alleine feiern. Hat das irgendwer mal von euch getan? Ganz ehrlich! Ich hab es einmal in Neuseeland gemacht und daran kann ich mich nicht mehr erinnern, aber ich glaube, es war eine lustige Nacht. Scheitert aber wahrscheinlich leider an der deutschen Mentalität (die Backpacker-Mentalität ist einfach lockerer, sind wir mal ehrlich). Fällt also raus.
Plan B: Frustfressen. NEIN. Einfach nur NEIN. Wir lieben uns und alleine sein ist kein Grund für Frust, auch wenn wir das leider oft vergessen. Auch ich. Aber NEIN!
Plan C: Traurig sein. Ich bin alleine, keiner mag mich, blaaablabla. NEIN!! Siehe Plan B.

Ich bin ehrlich: Früher hätte ich an einem solchen Abend ganz schnell Plan B und C in die Tat umgesetzt. Doch zu was hat es geführt? Letztendlich war ich noch trauriger, habe mich unwohl gefühlt und meistens auch wie ein Versager. Doch das ist Quatsch.
Die Zeit, die wir hier haben, sollten wir nutzen- auch wenn es einfach nur „nichts machen“ ist.

Denn auch das hat seinen Sinn: die Zeit genießen. Genießen, dass man machen kann, was man will, worauf man Bock hat. Genießen, dass man hier ist, alle Möglichkeiten hat und einen Tag erfolgreich bewältigt hat.

Ja, es ist wunderschön, einen Freitagabend mit einem Menschen, den man sehr gerne hat oder sogar liebt, zu verbringen. Es ist wundervoll, all diesen Pärchenmist zu machen.
Aber wisst ihr, was auch schön ist? Single-Mist machen!

Filme schauen, die man selber liebt, aber bisher jeder Partner verweigert hat (in meinem Fall Sex and the city, sämtliche Historien-Dramen und Natürlich Blond <3)

Sich etwas leckeres kochen, dass man liebt, oder etwas neues ausprobieren, z.B. ein neues Restaurant (…man kann sich ja was bestellen. Ich gebe zu, ich habe auch nicht so Lust, mich alleine in ein Restaurant zu setzen;) ).

Lesen! Lies endlich das Buch, dass du schon ewig lesen wolltest, denn jetzt nervt dich garantiert niemand mit seinem dummen Gequatsche!

Sport machen, wenn du darauf Bock hast und schon keinen anderen Sport bekommst, haha.

Die Liste könnte ich noch endlos weiterführen. Aber ich denke, es ist klar, was ich sagen will.
Keine Minute des Lebens ist es wert, verschwendet zu werden. Begegnet euch selber mit offenen Armen, genießt euer Hier und Jetzt. Ja, es ist nicht einfach am Anfang, aber es kann so schön sein, sich um sich selbst zu kümmern 🙂

Ich wünsche allen da draussen einen tollen Abend und einen super Start ins Wochenende. Und an alle Mäuschen, die arbeiten müssen: Haltet durch und habt einen wohlverdienten Feierabend ❤

xx
C.