Ich liebe meine Kurven. Punkt!

Vorab sei gesagt: dieser Post ist NICHT gegen schlanke/dünne Frauen gerichtet, bitte schlussfolgert das nicht aus der Überschrift. Das hier wird ein Post für SELBSTLIEBE.
Ich verherrliche an dieser Stelle keinen bestimmten Körpertyp. Wir sind ALLE schön. Egal ob ihr androgyn, sehr kurvig, normal, kräftiger seid…LIEBT EUCH ❤

Geht los:

Meine Lieben, ich habe jetzt ein wenig gebraucht, um mich aufzuraffen, aber ich habe heute eine ganz wichtige Message: Liebt euch.

Bitte.

Und zwar aus folgendem Grund:
Ich hatte vor Kurzem eine, naja ich nenne es mal Liebelei mit einem Mann. Ich schrieb ihm eines Abends:

„…..Puh, ich überlege, noch ins Gym zu  gehen. Aber irgendwie habe ich auch Lust auf Netflix und Chips.“
Er: „Ich bin ja gespannt, ob du noch gehst. Ich steh halt auf schlanke Frauen, ist einfach so.“
Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühl habt, ihr bekommt auf einmal eure Periode UND gleichzeitig habt ihr akute Darmkrämpfe? Genauso habe ich mich in diesem Moment gefühlt. Dieser Satz „Ich stehe halt auf schlanke Frauen“ tat mir so weh, dass ich die nächsten 24h nur Rohkost gegessen habe, Kalorien getrackt habe über eine bescheuerte Abnehm-App, Hunderte von schlanken, trainierten und braungebrannten Models auf Instagram begafft habe, dabei Gurkensticks geknabbert und soviel geweint, dass ich aussah als hätte ich akut Heuschnupfen und als benötigte ich dringend medizinische Versorgung.
Es war wirklich so schlimm, dass ich an dem Abend noch ins Gym gegangen bin und mich besonders gequält habe. Hat natürlich super viel gebracht.

Und jetzt denke ich mir: was ist er eigentlich für ein Mensch, mir sowas zu sagen?
Er weiß ja, dass ich eine normale, kurvige Figur habe und das wusste er schon vor unserem ersten Treffen.
Was ich damit sagen will: mich nervt es, nein, es kotzt mich an, dass man anscheinend nur gut genug ist für viele, wenn man einen bestimmten Körpertyp erfüllt. Klar, man sollte irgendwie gesund sein, aber manche Menschen sind von Natur aus eben sehr dünn, manche eben kurviger und das ist doch ok. Ich wette, diese Menschen wären alle glücklich, wenn man nicht ständig vorgemacht bekommen würde, dass man „nicht gut genug“ ist. WARUM? Seit wann bestimmt mein Körper meine Leistung? Solange ich kein Athlet werden will, fast gar nicht.

Es ist toll, wenn Menschen gerne Sport machen und sich gesund ernähren und vielleicht sogar andere damit motivieren. Aber genau so toll ist es, wenn Menschen ihren Schwerpunkt auf andere Dinge im Leben gelegt haben. Meine Meinung ist, dass jeder auf sich achten sollte, denn Gesundheit ist wichtig. Aber wenn man gerne genießt- warum nicht? Warum nicht einfach Balance im Leben haben, ein Röllchen zu viel haben, warum nicht einfach normal sein, warum nicht einfach dünn sein, warum nicht einfach man selbst sein? Diese „Diversität“ ist es doch, was die Gesellschaft erst so wundervoll macht. Erst heute habe ich ein sehr schlankes, extrem großes und mega hübsches Mädchen gesehen (sicher um die 1,85). Ich wette, sie leidet darunter, weil eine Frau eben „nicht groß zu sein hat“. Aber ganz ehrlich…ist dir die Frau zu groß, ist dein Ego einfach zu klein. Ich hoffe, sie feiert ihre Größe, denn sowas ist eben auch etwas Besonderes.

Ich sag euch was: ich habe beschlossen, meinen Körper zu akzeptieren wie er ist. Ich gehe ins Gym, um nicht mit 40 mal wie ein Stück Gips zu enden, dass sich nicht mehr bücken kann, weil es mir Spaß macht, 1-2 mal die Woche so richtig Energie rauszulassen, aber wenn ich Abends eine Tafel Schokolade esse, warum denn  nicht? Habe ich 5kg zuviel? Naja, ohne wäre mein Bauch halt flach. Bin ich deswegen hässlich?Finde ich nicht. Und klar sehen Models toll aus, aber es ist ja auch IHR SCH*** JOB, gut auszusehen.
Mein Job ist es allerdings, dass ich lesen und gut reden kann und mein Hirn benutzen kann. Dazu kann ich auch 65kg wiegen, das macht den Braten nicht fetter.
Und wenn noch ein Mann überhaupt es wagt, irgendwas in die Richtung zu sagen, dann schicke ich ihm einfach diesen Beitrag hier.

Lasst uns unsere Besonderheiten leben, hervorheben, auf uns achten und glücklich sein, dass wir so verschieden sind. Zusammen ergeben wir alle einen tollen Haufen, der sich gegenseitig unterstützen kann und voneinander lernen kann.

Passt auf euch auf!

xx, C

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Was es heißt, Verantwortung zu übernehmen

Uuuh, das klingt jetzt nach ziemlich trockenem Stoff. Ist es aber gar nicht. Ich möchte euch heute nur ganz kurz mitteilen, was mich bewegt hat und dann genieße ich weiter meine Brownie-Schokolade und trinke dazu meinen Kaffee. Jup, ich trinke an einem Samstagabend lieber Kaffee als Wein. Zumindest mal heute 🙂

Ich habe aktuell eine anstrengende Arbeitsphase. Überall ist viel zu tun und ich will mich nicht beschweren, denn es ist wundervoll, mich jeden Tag geistig zu fordern und ich bin auch sehr dankbar, dass ich das machen darf. Ich komme abends spät heim, habe 12h + gearbeitet und bin einfach nur zufrieden. Und ja, tausende Menschen arbeiten noch mehr und ich will nicht Jammer, wie gesagt- ich mag es. Denn es bringt mich jeden Tag meinem Ziel näher.

Aber ich merke: je zufriedener ich bin, desto mehr fällt mir der Unmut anderer Menschen in meinem Umfeld auf. Ich merke, dass je zufriedener und ausgeglichener ich werde, desto lächerlicher erscheinen mir die Probleme anderer Menschen. Ich merke, wie es mich nervt, dass ich zum 5637. Mal gefragt werde, ob man „zu fett sei“, mich nervt die 34. Datestory meiner Freundin, die genau wie die davor klingt und lächerlich ist (Stichwort „Er ist mein Traummann“), mich nervt dass Menschen rumheulen aber nichts machen. Ich bekomme zu hören „Wow, du machst so viel aus deinem Tag“. Ja, verdammt! Wir haben nur dieses Leben (vermutlich)!! Warum nicht nutzen?

Ich bin der Meinung, dass ein Mensch in dem Moment Verantwortung für sich und sein Leben übernimmt, wenn er anfängt, Herausforderungen anzunehmen und ihnen aktiv begegnet. Aber die meisten Menschen machen das nicht. Leider. Sie sitzen rum, heulen rum und verstehen nicht, dass sie aktiv werden müssen, wenn sie etwas ändern wollen.
Frei nach dem Motto: Immer sind die anderen Schuld.

Leute ehrlich mal:
Ihr fühl euch unwohl in eurem Körper? Die Gesellschaft ist eben scheiße, ja. Aber gegen Fettpolster, die einen stören, kann man was machen. Ich mache übrigens ist neustem Fitness und habe dort schon ganz liebe Mädels kennengelernt. Ich trainiere übrigens ausschließlich im Frauenbereich, haha.
Ihr mögt euren Job nicht? Man muss ja nicht gleich komplett alles neu machen. Aber vllt gibt es eine besseren Job für euch, auf den ihr euch bewerben könntet? Probiert es einfach aus! Klar ist Bewerbungen schreiben nervig und kostet leider auch etwas (Fotos machen lassen etc). Aber wenn man es nie probiert, weiß man doch nie, was hätte sein können und man wird es evt ewig bereuen, nie die Chance genutzt zu haben…und das wäre doch doof.
Ihr seid generell mit eurer Gesamtsituation unzufrieden? Überlegt, woran es liegt. Schreibt es auf, was euch stört. Und dann überlegt, wie ihr es ändern könnt.

Ich persönlich verrate euch an dieser Stelle mal was. Ich bin chronisch sehr krank und dieser Faden zieht sich leider durch meine ganze Familie. Wir leiden also alle auf unsere Art und immer irgendwie zusammen:)
Meine Krankheit schränkt mich manchmal sehr ein und ja verdammt- das kotzt so derbe an. Schmerzen, Einschränkungen uuund so weiter.
ABER: man muss dennoch dankbar sein. Meine Eltern haben mir beigebracht, dass das Leben immer das ist, was man draus macht. Ja, das hört sich erst mal total krass an. Denn es gibt Menschen, die sitzen im Rollstuhl, können nicht selbstständig atmen, etc etc. Mir sind auf meiner Reise bisher viele solcher Menschen begegnet. Aber wisst ihr was? Die waren alle irgendwie so cool drauf, das war Wahnsinn. Mein Papa sagte mir mal (nachdem er einen schweren Schlaganfall hatte):

„Das Leben besteht darin, wie du verschiedenen Situationen begegnest. Auch in schlimmen Dingen kann man was positives sehen. Denn die machen dich stärker, dankbarer und lassen dich gute Zeiten mehr genießen. Und dann übernimmst du Verantwortung für dich. “

 

In diesem Sinne, macht es gut ihr Süßen!

xx,

C

 

PS: Bitte keine Fragen zu meiner Krankheit. Ich wollte an der Stelle nur zeigen, dass ich „nicht leicht reden“ habe, sondern genau weiß, wie man sich fühlen kann…:)